Katrin Linzbach

Meine Geschichte

Geboren wurde ich an einem sonnigen Mittwoch in Bonn im Jahre 1980. Schnell durfte ich lernen, mit Veränderungen umzugehen. Meine Eltern trennten sich und für mich startete im Alter von 5 ein neues Leben mit neuem Kindergarten und neuen Freunden. Und ständig wechselnden Bezugspersonen. Jedes Jahr kam ein neues Au Pair. Ich lernte also schnell, mich auf unterschiedliche Menschen einzulassen.

Nach der Grundschule ging es ab aufs Gymnasium – und das, obwohl ich laut meiner damaligen Lehrerin absolut nicht geeignet war. Meine Mutter hat an mich geglaubt und so drückte ich 13 Jahre lang die Schulbank. Größtenteils gelangweilt habe ich mich zu allerlei Unfug hinreißen lassen. Die Details bleiben mein kleines Geheimnis – aber wir hatten mächtig Spaß. Und ich habe gelernt, was es heißt, Konsequenzen zu tragen.

Berufliche Entscheidungen

Nach dem Abitur wurde ich das erste Mal dazu gezwungen, eine Entscheidung bezüglich meiner beruflichen Zukunft zu fällen. Tipps für meine Lebensplanung habe ich damals gerne angenommen. „Mach doch Au Pair in Spanien“. Gehört – gemacht. Das Jahr ging irgendwann zu Ende und schon wieder stand die Frage im Raum ‚Was nun?‘. „Studier doch BWL“. Gehört – gemacht. Der Ehrgeiz hatte mich gepackt und ich habe mit Prädikat abgeschlossen. „Wenn jemand Karriere macht, dann ja wohl Katrin“. Diese Erwartung musste ich natürlich erfüllen und habe in der internen Beratung eines internationalen Großkonzerns angefangen. Der Job ist mir quasi in den Schoß gefallen. Gut, dass ich wieder nicht nachdenken musste, sondern das Angebot einfach annehmen konnte.

Während meiner Arbeit kam immer öfter die Frage auf „Was tust du hier eigentlich?“. Ich habe versucht, Alles zu geben und wollte meine Ideen einbringen, die in solch einer Struktur jedoch kaum Raum hatten. Irgendwann fühlte ich mich erschöpft und mutlos. Damals stand mir ein guter Freund zur Seite „Kündige doch“. Die Entscheidung ist mir nicht so leicht gefallen, wie die vorherigen. Einen so sichereren, gut bezahlten Job mit Aussicht auf die ganz große Karriere, schmeißt man doch nicht einfach hin. „Andere würden sofort mit dir tauschen – mach das nicht“. Doch meine innere Stimme war so laut, dass ich den Schritt schließlich doch gegangen bin. Die Kündigung war eingereicht und 2 Wochen später war ich ohne Job  – und ohne Vorstellung, was ich denn jetzt eigentlich wirklich will.  Es lag nahe, wieder andere Menschen danach zu fragen. „Ich gründe gerade ein Unternehmen und könnte ein wenig Unterstützung gebrauchen – mach doch mit“. Gehört – getan. Das Ganze endete in einem absoluten Desaster. Es verging keine Stunde, in der mir nicht die Tränen in die Augen schossen. Ich hatte meine Verantwortung mal wieder komplett abgegeben. Die Orientierungslosigkeit hat mich in die schlimmste Krise meines Lebens gestürzt. Ich hatte jeglichen Lebensmut verloren. Bis ein letzter Ratschlag kam, den ich angenommen habe. „Geh doch den Jakobsweg“. Und das war die beste Entscheidung, die ich damals fällen konnte.

Der Jakobsweg

Im Mai 2010 habe ich mich auf den Weg gemacht. Nur mein Rucksack und ich. Auf dem Weg habe ich Antworten auf Fragen bekommen, von denen ich noch nicht mal wusste, dass ich sie habe. Vor allem habe ich 3 Dinge gelernt:

  • Ich kann nur glücklich, zufrieden und erfüllt leben, wenn ich selbst die Verantwortung für mein Leben in die Hand nehme und mich nicht ständig an den Ratschlägen Anderer orientiere
  • Meine Gefühle sind OK. Sie sind dazu da, gespürt zu werden und dienen mir als Wegweiser
  • Es gibt so etwas wie Spiritualität – und das muss nichts mit traditioneller Religion zu tun haben

Unterwegs bin ich vielen Menschen begegnet und habe beobachtet, dass diese ihre Gedanken und Gefühle offen mit mir teilen. So wurde ich mir eines versteckten Talentes bewusst: Menschen so anzunehmen, wie sie sind und ihnen mit meiner positiven Art die Augen für neue Möglichkeiten zu öffnen. Ich habe die Vision entwickelt, in Zukunft mit Menschen zu arbeiten und sie auf ihrem individuellen Weg zu unterstützen. Im Anschluss an den Jakobsweg habe verschiedene Dinge in die Richtung ausprobiert: Klassenfahrten und Jugendcamps begleitet, junge Menschen bei ihrer Berufsorientierung unterstützt, Potentialanalysen an Schulen durchgeführt. In dieser Zeit wurde die Sehnsucht entfacht, mehr über mich und das Leben zu erfahren. Nach einiger Recherche stand fest – eine Coachingausbildung bietet mir genau die Möglichkeit.

Die Ausbildung hat mein Leben grundlegend verändert. Das erste Testcoaching ist so gut gelaufen, dass mein Ausbilder mit offenem Mund da saß. Er war begeistert, wie ich die Dinge mit meiner Intuition auf den Punkt bringe. Das ich über so eine Fähigkeit verfüge, war mir bis dahin unbekannt. Darüber hinaus hat mir die Ausbildung gezeigt, dass das Leben aus mehr besteht, als wir mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen können. Ich habe das erste Mal von den universellen Gesetzen gehört und körperlich gespürt, wie sich tiefstes Urvertrauen anfühlt. Ich durfte meine komplette Gefühlswelt kennen und lieben lernen: Von Wut über Verletzung und echte Trauer hin zu tiefer, verbindender, uneingeschränkter Liebe.

Bis ich jedoch soweit war, auch öffentlich als Coach aufzutreten, war es noch ein Weg. Irgendwie habe ich die ganze Zeit noch nach etwas gesucht. „Ich muss noch Fortbildung xy machen“ „Ich brauch erst mal ne Homepage“ „Ich muss erst mal Erfahrungen sammeln“. Die Liste der Ängste und Glaubenssätze war lang. Ich habe viele Workshops besucht und Bücher gelesen, um noch besser zu werden. Ich war mit meiner Aufmerksamkeit die ganze Zeit im Außen. Bis die Erkenntnis kam: Die Antworten auf all meine Fragen und Ängste finde ich nur in mir selbst. Und den Sinn meines Lebens bestimme ich – und zwar täglich neu, wenn ich das möchte. Es war eine unglaubliche Erleichterung zu erkennen, dass ich nicht nur die Verantwortung für mein Leben trage, sondern mein Leben wirklich so gestalten kann, wie ich das möchte.

Ich bin gut so, wie ich bin

Durch die Unterstützung vieler wundervoller Menschen an meiner Seite, habe ich schließlich angefangen, eigene Workshops anzubieten und mein Angebot öffentlich zu bekannt zu machen. Ich habe erkannt: Ich brauche nichts mehr, denn meine Talente sind bereits da und ich muss einfach nur anfangen sie zu leben. Und mir wurde bewusst, warum ich das tue: Die Welt ist ein so viel bunterer Ort, wenn immer mehr Menschen den Mut haben, auf ihr Herz zu hören und ihren individuellen Weg zu gehen. Es ist dieser Moment, wenn sie das erkennen, der mich berührt und täglich motiviert.

Und dann war auch der Mut da, das Kartenspiel zu veröffentlichen. Mein gesteigertes Selbstvertrauen und das Wissen über die Kraft des Universums, haben mir den letzten Schub gegeben. Welche Schritte zur Realisierung nötig waren, erzähle ich in anderer Stelle. Hier sei schon mal gesagt: Auch in diesem Zusammenhang durfte ich schmerzhafte Erfahrungen machen. Es gab Menschen, die meine Idee lächerlich gemacht haben. „Wer will denn schon so ein Kartenspiel“. Ich war zwar nicht mehr die Katrin von damals, die ungefiltert Ratschläge anderer Menschen übernommen hat. Dennoch bin ich immer mal wieder in alte Muster verfallen. Ich habe mich künstlich klein gemacht und hatte Angst vor Erfolg. Ich bin in emotionale Tiefs gerutscht, die Raum für Zweifel bereitet haben. Dank Patricia Landsberg, Karmel Herrmann und meinen beiden engsten Vertrauten Andrea und Miriam habe ich erkannt, dass nicht immer gleich alles perfekt laufen muss und dass ich meiner Kraft vertrauen darf. Und es darf leicht gehen. Heute sprühe ich vor Glücksgefühlen, lebe ausgeglichen und zufrieden.

Seit 2015 bin ich außerdem Mama. Über meine ersten Erkenntnisse in der neuen Rolle, berichte ich in diesem Blogartikel. Es ist eine spannende Zeit und der Weg ist noch lange nicht zu Ende. Ich freue mich auf alles, was noch kommt.

Auch du möchtest entdecken, was in dir steckt und deinen individuellen Weg gehen? Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen. Ich freue mich auf deinen Anruf oder deine Mail.

Deine Katrin

Katrin Linzbach Bewusstsein braucht Raum_rund_Spiel_Verlag

Katrin Linzbach

BewusstSein braucht Raum

0228 5344 1759

info@bewusstsein-braucht-raum.de

7 Responses

  1. Katrin Linzbach – Autorenvorstellung « Initiative Wirtschaftsdemokratie

    […] Mehr über das, was mich bewegt und wie ich lebe finden Sie unter BEWUSSTSEIN braucht RAUM. […]

  2. Einfach bewusst

    Hallo Katrin,

    mit viel Interesse habe ich gelesen, wie Du Dich gegen die berufliche Unzufriedenheit gestemmt hast und auf dem Jakobsweg Deine Berufung gefunden hast. Straucheln gehört zum Leben, aber sich wieder zu fangen, ist gar nicht so einfach. Deine Geschichte und Dein Blog wird vielen Menschen Hilfe sein, seinen eigenen Weg zu finden.

    Ich selbst habe ebenfalls meinen gut bezahlen, aber ungeliebten Beruf aufgegeben und meine Berufung gefunden. Nur brauchte ich dafür zwei Anläufe und fand ich meine Vision nicht auf dem Jakobsweg, sondern auf einer langen Radreise und einer Alpenüberquerung zu Fuß.

    Viele Grüße aus der Fränkischen Schweiz

    Christof

  3. Chris
    Chris at · Reply

    Hey Katrin,

    wirklich toll geschrieben und der Wahnsinn was du alles quasi schon hinter dir hast. Das der Jakobsweg dir helfen konnte ist interessant bzw. es ist interessant zu Lesen das auch “völlig normale Leute mit völlig normalen Problemen” diesen weg gehen.

    1. Katrin Linzbach

      Hi Chris,

      danke für deinen Kommentar. Oh ja – auf dem Weg sind fast nur “völlig normale Leute”. Was auch immer das heißt 🙂 Ich vermute zu zielst darauf ab, dass man vermute könnte, der Jakobsweg wird nur von streng gläubigen gepilgert. Dem ist definitiv nicht so. Menschen wie du und ich sind dort unterwegs. Man muss auch nicht besonders sportlich sein. Es ist wirklich eine tolle Erfahrung.

      Liebe Grüße,
      Katrin

  4. Was machst Du eigentlich so beruflich? Der Elevator Pitch für IDEENHELDEN - DIANA GRABOWSKI

    […] Monika Gründel beschreibt sich als Mut-Macherin, Lebens-Gestalterin & Visions-Architektin, Katrin Linzbach als Inspirationsquelle für bewusste und sinnerfüllte […]

  5. Marcel
    Marcel at · Reply

    Hallo Katrin,

    Deine Geschichte liest sich sehr angenehm und auflockernd. Vielen Dank dafür!
    Würdest Du uns oder mir verraten, welche Coachingausbildung (und wo) Du genau gemacht hast? Ich selbst überlege nämlich auch, meine Fähigkeiten der Empathie vielleicht noch etwas mehr in meinem Leben zu nutzen. Ich sammle da gerade etwas an Informationen.

    Danke und viele Grüße
    Marcel

    1. Katrin Linzbach

      Lieber Marcel,

      besser spät als nie 🙂 Danke für deinen Kommentar. Meine Ausbildung habe ich hier gemacht: http://detlef-gumze.de/akademie/coach-ausbildung/. In der Zwischenzeit hat sich an der Ausbildung sicherlich einiges verändert. Doch sie ist bestimmt noch gut :). Auch empfehlen kann ich eine Akademie in Düsseldorf. Mehrere Freundinnen / Kolleginnen haben ihre Ausbildung dort gemacht und waren hochzufrieden. FFalls dich das interessiert, schreib mich gerne an! So hat du eine Möglichkeit in Bayern und eine in NRW :). Liebe Grüße und viel Erfolg, Katrin

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